Interregio Cup 2026

Veröffentlicht am 12. Juli 2026 um 22:02

Am 11. Juli 2026 war es soweit: Erstmals in der "Nach Corona Zeit" fand der Interregio Cup wieder im Aargau statt. Die DLRA wurde kurzfristig angefragt, da der eigentlich vorgesehene Gastgeber aus der Westschweiz passen musste.
Bei höchst sommerlichen Temperaturen trafen sich die Vertreter von insgesamt vier Regionalverbänden in Rupperswil. Damit nahmen zwar nicht ganz so viele Teams teil wie eingeladen wurden, aber einem spannenden Turnier und einem tollen Tag stand dennoch nichts im Weg.

Das Lokal

Gespielt wurde im Schindeli im Rupperswil - Dem Heimlokal diverser DLRA-Teams. Aufgrund des Platzbedarfs wurde das Lokal mit acht Boards der DLRA-Boardanlage erweitert. So konnte ein effizienter Ablauf sichergestellt werden.


Die Atmosphäre

Während im Spielbereich im Obergeschoss hohe Temperaturen herrschten, war es draussen im Schatten verhältnismässig deutlich angenehmer. Ideale Bedingungen also, um sich während den Spielpausen zu verpflegen und dem Austausch über die Kantonsgrenzen hinaus nachzugehen.


Die Teilnehmer

Neben dem Gastgeberverband (DLRA) waren noch Vertreter vier weiterer Verbände eingeladen: Dies waren die Darts Liga beider Basel, die Dart Liga Region Zürich, der Darts-Verband Regionalliga Innerschwiiz und die Geneva Darts League.
Letztendlich nahmen je zwei Vertreter aus der Innerschweiz und Basel teil, sowie ein Vertreter aus Zürich. Aus Genf kam kein Teilnehmer, der Aargau stellte insgesamt vier Teams, da in der Regel sowohl der Gastgeber, wie auch der Titelverteidiger einen zusätzlichen Startplatz erhalten.

Damit waren insgesamt drei Liga-Meister zu Gast im Aargau - das Niveau war entsprechend hoch. Allerdings nahmen auch vier Teams teil, die in ihrem jeweiligen Verband "nur" in der B-Liga spielen oder spielten. Damit hatte der Anlass immer noch ausreichend Regionalliga-Charakter und entsprechenden Charme.

Bunte Huuufe

Meister und Cupsieger des DVRI
(Darts-Verband Regionalliga Innerschwiiz)

No Names

Vizemeister und Cupfinalist des DVRI

Glatti Rebels

B-Cupsieger und Vize-Meister B-Liga der DLRZ (Dart Liga Region Zürich)


DC Joker Sissach 1

Meister und Cupsieger der DLBB
(Darts Liga beider Basel)

Exodia Basel

B-Meister und Cupfinalist der DLBB

Steel Monkeys

Meister und Cupsieger der DLRA
(Darts Liga Region Aargau)


Hot Steelis 1

Titelverteidiger Interregio Cup (Wildcard)
(zudem Vizemeister und Cupfinalist DLRA)

DC Game Over

Cupdritter der DLRA

Hot Steelis 2

Gastgeber (Wildcard)
(zudem Vizemeister B-Liga)


Der Cup

Bei insgesamt neun teilnehmenden Teams musste beim Modus etwas improvisiert werden. Letztendlich wurde aber eine Lösung gefunden, die eine gute Balance bot zwischen Anzahl Spielen, ausreichend Abkühlpausen und Spannung.

In der Vorrunde wurden die Teams auf Dreiergruppen verteilt, wobei die drei Meister natürlich in je einer Gruppe gesetzt waren. Die restlichen Teams wurden verteilt.

Danach folgte eine Zwischenrunde, in der erneut in Dreiergruppen gespielt wurde. Diese setzten sich aus der Platzierung der Vorrunde zusammen. So bildeten jeweils die drei Gruppenersten, -zweiten und -dritten eine Gruppe. Es trafen also bereits ein erstes Mal auch die stärksten Teams aufeinander. Die Zwischenrunde diente einer vorläufigen Klassierung auf deren Grundlage die KO-Spiele bestimmt wurden

Für den Letzten der dritten Gruppe war danach das Turnier zu Ende. Die verbleibenden acht Teams traten nun in KO-Spielen gegeneinander an.

Vorrunde

Zwischenrunde

KO-Phase


Die Gewinner

Wie schon im vergangenen Jahr trafen die Hot Steelis 1 im Finale auf den DC Joker 1 aus Sissach. Damals konnten die Aargauer im Decider gewinnen. Nachdem sich die Rupperswiler in der Zwischenrunde nach einer 3:0-Führung gegen den Basler Meister noch geschlagen geben mussten, gelang ihnen im Finale dann die Revanche. Dieses Mal lagen die Sissacher in Führung und die Aargauer konnten das Spiel noch ausgleichen. Im Sudden Death Doppel (701 Punkte, 1 Leg) gelang den Hot Steelis dann der Titelhattrick.

Alle teilnehmenden Spieler*innen erhielten ein Chili-Salz der Hot Chili Darter - quasi die Hausmischung des Gastgebers.

Für die Teams auf dem Podest gab es noch den ein oder anderen Preis mehr: Die Teams erhielten ein Aargauer Päckli - Ein Päckli mit diversen kulinarischen Spezialitäten aus dem Kanton Aargau.

Zu guter Letzt gab es noch ein weiteres Geschenk, das momentan nur auf wenig Nachfrage stossen dürfte (aber die Tage werden gewiss wieder kälter): Ein paar weisse Socken - auch das typisch AG, so sagt man...

Als wäre es nicht schon heiss genug: Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhielt ein Chili-Salz.

Ein Aargauer Päckli. Was sich genau darin befindet wissen nur die Gewinner.

Klischees müssen befeuert werden! Vielleicht sehen wir an zukünftigen Events den ein oder anderen stilbewussten Träger.

Platz 3: No Names

Platz 2: DC Joker 1

Platz 1: Hot Steelis 1


Die Stimmen zum Anlass

Der Star – Stefan Bellmont

«Der Interregio Cup ist wichtig für den Dartsport. Setzt euch zusammen und baut etwas auf. Ich bin sicher, dass Teams aus allen Regionen Interesse haben.»

Vor etwas mehr als einem halben Jahr stand er zum zweiten Mal auf der grössten aller Darts-Bühnen im Ally Pally. Es folgten diverse weitere namhafte Turniere und Wettbewerbe. Am vergangenen Wochenende stand jedoch ein etwas kleinerer Anlass auf dem Programm: Der Interregio Cup in Rupperswil – welch ein Kontrast.

Für «Belli» ist die Regionalliga aber alles andere als eine Nebensache. Gleich vier Teams des Innerschweizer Dartverbands (DVRI) tragen ihre Heimspiele in Belli’s Darts House in Cham aus. Kein Wunder, dass er selbst bei einem davon mitspielt (wenn immer möglich) …

Als Ersatz sieht er die Regionalliga aber auf keinen Fall: «Das eine ist Profisport, das andere ein Hobby». Natürlich will er auch in der Regionalliga grundsätzlich immer gewinnen – das will jeder. «Aber hier stehe ich nicht schon eine Stunde vor Spielbeginn am Board und spiele mich ein.»

Im Vordergrund stehen gemäss Belli hier klar der Spass am Darts und das Team, bzw. die Freunde. Entsprechend lässt er auch gerne mal den Teammitgliedern den Vortritt und verzichtet hin und wieder auf ein Spiel, wenn genügend Teammitglieder anwesend sind. «Auch andere können Darts spielen und Verantwortung übernehmen», sagt er…

Events wie dieser sind Stefan Bellmont wichtig und ihm ist klar: Der Interregio Cup ist für den Dartsport wertvoll. Damit meint er nicht das teilweise hohe Niveau, das die einzelnen Vertreter mitbringen, sondern die Durchmischung. Kleine regionale Teams, die nicht an der SDA teilnehmen. «Es ist schön, dass hier auch ein Team mit einem Junior mitspielt, genau darum geht es». Ebenso wichtig ist ihm die regionale Vielfalt. «Alle Regionen sollten hier vertreten sein, auch die Romandie oder die Ostschweiz.» Interessenten sollte man genug finden. «Es ist schade, wenn jemand verzichtet, weil er denkt, das Niveau könnte zu hoch sein.»

Der Jüngste: Aleksandr Devonas

«Mein Highlight war unser Sieg im Sudden Death Doppel. Das Spiel im Doppel gegen Belli war auch cool.»

Mit mittlerweile 14 Jahren ist Aleksandr der mit Abstand jüngste Spieler und einziger «Junior» der DLRA. Es erstaunt wenig, dass das auch am Interregio Cup so ist.

Die Qualifikation für den Interregio Cup war schon ein Erfolg für sein Team, schliesslich war es die erste Saison in der DLRA. Bei der Frage nach seinem Highlight des Tages überlegt er kurz: «Unser Sieg im Sudden Death Doppel und dass ich ein Einzel gewinnen konnte. Aber auch das Spiel gegen Stefan Bellmont im Doppel.»

Der Gastgeber: Nenad Arandjelovic

«Das Ganze war etwas kurzfristig, aber das war kein Thema. Wir haben uns von Anfang an zur Verfügung gestellt.»

Als die Anfrage für den Interregio Cup kam, dauert es nicht lange bis zur Zusage. Verband und Verein waren sofort ein-verstanden. «Wir sind uns «spontanes Arbeiten» gewohnt, das war kein Thema» sagt er. Zudem ist es ein prestige-trächtiger Anlass, den man in den vergangenen beiden Jahren zweimal gewinnen konnte.
Ein entscheidender Faktor war natürlich auch die eigene Boardanlage, die der DLRA seit rund zwei Jahren zur Verfügung steht. «Wir sind organisatorisch mittlerweile sehr gut aufgestellt und stehen für solche Events natürlich immer gerne zur Verfügung.»


Die Impressionen

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